- FiDA (Financial Data Access) ist der Kommissionsvorschlag von 2023 für ein horizontales Rahmenwerk zum Zugang zu Finanzdaten.
- Anders als PSD2 (nur Zahlungskonten) umfasst FiDA weit mehr: Kredite, Investments, Versicherungen, Altersvorsorge.
- Im Zentrum steht die Datenkontrolle: Die Kundschaft entscheidet, wer Zugriff auf ihre Finanzdaten erhält — über Einwilligung und Berechtigungs-Dashboards.
- Stand 2026: Die Verabschiedung wird für Mitte 2026 erwartet, die Anwendung voraussichtlich ab Ende 2027; Details können sich im Verfahren noch ändern.

Von Open Banking zu Open Finance
PSD2 hat Banken verpflichtet, Zahlungskonten über Schnittstellen für lizenzierte Dritte zu öffnen. FiDA denkt diesen Schritt konsequent weiter: Nicht nur das Girokonto, sondern nahezu die gesamte finanzielle Situation soll — mit Zustimmung der betroffenen Person — teilbar werden. Aus Open Banking wird Open Finance.
Was FiDA umfasst
- Spar- und Anlagedaten, Kredite und Hypotheken.
- Versicherungen und Altersvorsorge.
- Perspektivisch weitere Finanzprodukte — ein horizontaler statt punktueller Ansatz.
- Verbindliche Regelwerke (Schemes), in denen Datenhalter und -nutzer Zugang und Vergütung organisieren.
Der Kern: Datenkontrolle
Der eigentliche Hebel ist nicht die Technik, sondern die Einwilligung. FiDA stellt die betroffene Person in die Mitte: Sie erteilt und entzieht Berechtigungen, idealerweise über ein übersichtliches Dashboard. Für Anbieter heißt das: Einwilligungsmanagement wird zur Kernkompetenz, nicht zur Fußnote.
„Open Finance gewinnt nicht, wer die meisten Daten hat, sondern wer das Vertrauen und die Einwilligung sauber verwaltet.“
Wo es steht — und was das heißt
FiDA ist noch im Gesetzgebungsverfahren. Nach aktuellem Stand wird eine Verabschiedung für Mitte 2026 erwartet, die Anwendung voraussichtlich ab Ende 2027; Zuschnitt, Fristen und Rollen können sich im Trilog noch verschieben. Für Betreiber ist die Botschaft trotzdem klar: Wer Einwilligungs- und Schnittstellenprozesse aus PSD2 sauber führt, hat für FiDA die halbe Miete.
Häufige Fragen
Was ist FiDA?
Der Vorschlag der Europäischen Kommission (2023) für eine Verordnung über den Zugang zu Finanzdaten — ein horizontales Rahmenwerk für Open Finance, das über Zahlungskonten hinausgeht.
Wie unterscheidet sich FiDA von PSD2?
PSD2 öffnet nur Zahlungskonten. FiDA umfasst weit mehr Finanzprodukte — von Krediten über Investments bis zu Versicherungen und Altersvorsorge — und stellt die Datenkontrolle der Kundschaft in den Mittelpunkt.
Ab wann gilt FiDA?
Ein verbindlicher Geltungsbeginn steht nicht fest. Nach aktuellem Stand wird eine Verabschiedung für Mitte 2026 erwartet, die Anwendung voraussichtlich ab Ende 2027.
Was sollten Anbieter vorbereiten?
Ein sauberes Einwilligungsmanagement und verlässliche Schnittstellen. Wer diese aus PSD2 bereits beherrscht, kann darauf aufbauen.
Dieser Beitrag gibt allgemeine, persönliche Einschätzungen zum genannten Stand wieder und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Keine Gewähr für Aktualität und Richtigkeit.